Mit 804 Mitgliedern hat der SV Walddorf es auch im vergangenen Jahr geschafft, sich weiter zu verstärken und kopfzahlmäßig zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die 800er-Marke zu überschreiten. „Eine schöne und über die Jahre konstante Entwicklung“ so Berndt, die nicht zuletzt auf die sehr gute Jugendarbeit in allen Sparten des Vereins zurückzuführen ist und auch „dem engagierten Einsatz vieler Ehrenamtlicher zu verdanken ist“, denen er ausdrücklich als wichtigste Stütze des Vereins seinen ganz besonderen Dank aussprach. Doch wie in diesen Zeiten leider Realität sprach Berndt auch die angespannte Lage im Bereich des ehrenamtlichen Vereinsengagements an. Er wies auf die vielen Anstrengungen hin, die ein Ehrenamt mit sich bringt und appellierte an alle Vereinsmitglieder, sich für die notwendigen Ehrenämter im SV Walddorf bereitzuerklären und Verantwortung zu übernehmen. Markus Berndt verkündete dann, dass er nicht mehr für eine erneute Amtszeit zur Verfügung steht. Intern bekannt doch für den ein oder anderen trotzdem überraschend erläuterte er den Mitgliedern ausführlich seine Beweggründe für diese Entscheidung und Erfuhr für seine Bereitschaft, dem Verein die Treue zu halten trotz allen Umständen sehr viel Zustimmung. Wie sehr sich der Verein auch auf die Stetigkeit seiner Mitglieder verlassen kann, zeigte wieder einmal mehr der Tagesordnungspunkt Ehrungen. Insgesamt wurden 335 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt, darunter zwei Mal die 60jährige Mitgliedschaft.

Eine Rückschau über die im vergangenen Jahr realisierten Projekte und Veranstaltungen wie beispielsweise zahlreiche Jugendfußballturniere, Teilnahme an den Bullenbank Open, Spartenversammlungen, Neunmeterschießen, D´Moospritzer, Klausurtagung und Jakobsweg-Wanderung sowie die komplette Sanierung der Sanitärbereiche des Sportheims Weiherwiesen zeigte wieder einmal eindrucksvoll, in welcher Bandbreite und Intensität der SV Walddorf sich nicht nur sportlich sondern auch sozial engagiert und „damit immer mehr zu einer Stütze des gesellschaftlichen Zusammenwirkens in der Gemeinde wird“. In diesem Zuge nutzte Berndt zugleich die Chance, sich im Namen des Vereins „für die ausdrücklich gute und kooperative Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, dem Gemeinderat, unserem Pächter Martin Werner sowie allen Sponsoren und Unterstützern und deren Engagement für die Interessen des SVW“ zu bedanken. Ein besonderer Dank ging an Bürgermeisterin Silke Höflinger, die federführend das Projekt Kunstrasen zusammen mit dem SV Walddorf auf den Weg brachte und somit dafür sorgt, dass in die hervorragende Sportinfrastruktur Walddorfhäslachs weiter investiert wird. Auch dies sei „ein wichtiger Baustein für eine stärkere Integration der Vereine in eine gesellschaftliche und gesamtheitliche Weiterentwicklung im Ort und den angrenzenden Kommunen.“ Der SV Walddorf wird sich für dieses Projekt mit deutlichen Eigenleistungen beteiligen und seine Bereitschaft zu außergewöhnlichem ehrenamtlichen Engagement wieder einmal unter Beweis stellen.

Auch in den Berichten der einzelnen Sparten konnten die jeweiligen Leiter das von Berndt bereits gezeichnete Bild des Vereins vollumfänglich untermauern und rundeten das positive Gesamtbild des Vereins mit ihren Beiträgen zum Sportbetrieb ab. Daher war es auch nicht überraschend, dass der gesamte Vorstand, nach in diesem Jahr erstmals sehr umfangreichen Finanz- und Kassenprüfungsbericht, der transparent darlegte, dass der Verein gut wirtschaftet und trotz anstehenden weiteren Belastungen positiv in die Zukunft blickt, durch Bürgermeisterin Silke Höflinger einstimmig entlastet und somit das zurückliegende Vereinsjahr positiv abgeschlossen werden konnte. Frau Höflinger dankte Markus Berndt für seine Tätigkeit und sein Engagement als 1. Vorsitzender und bedauerte sein Ausscheiden.

Besonderes Augenmerk lag am Sitzungsabend auch auf dem Tagesordnungspunkt „Erhöhung der Mitgliedsbeiträge“. Seit Jahren im Gespräch, hat sich der Vorstand für das laufende Jahr dazu entschlossen, nach eingegangenem Antrag während der letztjährigen Mitgliederversammlung den Mitgliedern dieses Jahr eine Erhöhung der Beiträge vorzuschlagen. Eine moderate Grundbeitragserhöhung für die seit der letzten Erhöhung in 2013 gestiegenen Allgemeinkosten und Abgaben sowie einer Erhöhung des Spartenbeitrags Jugendfußball für die Qualitätssteigerung des Angebots in diesem Bereich „sind eine mittlerweile notwendige und sicher für jeden nachvollziehbare Entscheidung“, so Berndt. Das Vorstandsgremium hat sich daher einstimmig für diesen Beschlussvorschlag entschieden und stellte diesen zur Wahl. Die anwesenden Mitglieder stimmten der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wie vorgestellt einstimmig zu, und gaben dem Verein grünes Licht für eine Kostendämpfung.

Bei den anschließenden turnusmäßigen Neuwahlen für die Vorstände Claudia Musse als Schriftführerin, Daniela Emmert für das Amt Vorstand Finanzen als auch für die Kassenprüfung mit den beiden Prüfern Sadettin Yurtseven und Bernd Lauster gelang es wieder, „alte Hasen“ für diese Funktionen zu bestätigen. Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Frank Kimmerle und Philipp Finckh dankte Berndt nochmals für Ihre Arbeit, ebenso Bernhard Späth für 15 Jahre Kassenprüfung.

Neu zu besetzen war in diesem Jahr das Amt des Vorstand Ehrenamt, für das mit Julian Petermann ein junges Mitglied gewonnen werden konnte, ebenso für das Amt Vorstand Kommunikation, für das Jonas Tittmann gewählt wurde. Der seitherige 1. Vorsitzende Markus Berndt stellte sich aus vorgenannten persönlichen Gründen nach 6 Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl. Trotz intensiver Suche gab Berndt bekannt, dass kein Nachfolger gefunden werden konnte.

Harry Rein dankte als 2. Vorsitzender Markus Berndt „für die langjährige und erfolgreiche Führung des Vereins und die unter seiner Amtszeit initiierten Projekte wie Kabinenneubau, Toilettensanierung Sportheim und Kunstrasen “ und skizzierte die weitere Zusammensetzung der Vorstandschaft auf. Er verabschiedete Markus Berndt mit seinen Vorstandskollegen herzlich, verbunden mit dem „Wunsch und der Hoffnung auf weitere Unterstützung und enge Verbundenheit mit dem Verein“, was Berndt in seinen anschließenden emotionalen Abschiedsworten gerne bejahte, um gleichzeitig nochmals auf die dringende Nachfolgersuche aufmerksam zu machen und die Vorstandschaft in ihrem Tun und ihrer Arbeit zu bestärken. Für eine weitere Zukunftsausrichtung des Vereins durch weitere Kooperationen und Zusammenwachsen mit anderen Vereinen schlug Harry Rein vor, weiter den Austausch mit dem TV Häslach zu suchen, um nützliche Synergien für die Zukunft rechtzeitig zu erkennen und zu diskutieren.

Nach der Aussprache und einigen weiteren Vorschlägen und Wortmeldungen erklärte Rein die Sitzung gegen 23 Uhr für beendet und gab damit den Startschuss für die inoffizielle Nachsitzung und den gegenseitigen informellen Gedankenaustausch über das Vereinsgeschehen, der weit nach Mitternacht endete.